Institut für Geowissenschaften

Institut

Übergeordnetes Ziel der Geowissenschaften ist es, die Entstehung und Entwicklung des Planeten Erde von seiner Bildung vor rund 4,5 Milliarden Jahren bis heute zu verstehen. Die Erdoberfläche – und damit der Lebensraum des Menschen – wird durch komplexe Interaktionen zwischen Geosphäre, Atmosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre ständig verändert und neu gestaltet. Geowissenschaftliche Prozesse finden auf extremen Zeitskalen statt – von Pikosekunden (wie bei chemischen Reaktionen auf Mineraloberflächen) bis hin zu Milliarden von Jahren (wie in der Plattentektonik und der biologischen Evolution).

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte am Heidelberger Institut für Geowissenschaften liegen auf den Gebieten der Festen Erde (inklusive Mineralogie, Petrologie, Isotopengeologie und Sedimentologie), Kosmochemie, Umweltgeochemie, Paläoumwelt- und Paläoklimaforschung, Paläontologie sowie der Archäometrie.

Studium

Das Institut für Geowissenschaften bietet ein breites Spektrum an Studiengängen an, wobei die Lehrinhalte insbesondere in den höheren Semestern eng mit der am Institut betriebenen Forschung verzahnt sind. Dies fördert die frühzeitige Integration der Studierenden in die geowissenschaftliche Berufswelt. Das Institut bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in Geowissenschaften an.

Einrichtungen

Am Institut für Geowissenschaften steht der Ansatz im Vordergrund, Prozesse sowohl qualitativ als auch quantitativ mit Hilfe modernster Analytik zu untersuchen. Die hohe analytische Kompetenz der geowissenschaftlichen Forschung in Heidelberg ist nicht zuletzt durch die 2014 erfolgte Inbetriebnahme des nationalen Labors für Sekundärionen-Massenspektrometrie dokumentiert.

Museum

Die Sammlung des Instituts für Geowissenschaften beherbergt einen der wichtigsten Funde der Menschheit: den Unterkiefer des Homo heidelbergensis. Der 610.000 Jahre alte Fund wurde im Jahre 1907 in einer Sandgrube bei Mauer von dem Sandgrubenarbeiter Daniel Hartmann entdeckt. Neben dem Unterkiefer wurden fast 6000 Fossilien von Wirbeltieren aus der Mauerer Warmzeit entdeckt. Dabei handelt es sich um einzelne Knochen von Nashörnern, Elefanten, Löwen, Flusspferden, Bären und Hirschen.